(K)ein Weihnachtspost

(K)ein Weihnachtspost

Auf sämtlichen sozialen Netzwerken knubbeln sich gerade die Weihnachtsposts, Berichte und Anzeigen. Wenn ich den Fernseher einschalte sehe ich den Weihnachtsmann zum Supermarkt jagen. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie er gerade mit einem Kunden um den letzten Schokoweihnachtsmann zankt. Ich habe bisher noch keinen „klassischen“ Weihnachtspost geschrieben. Auch letztes Jahr hielt ich mich da bedeckter als sonst.

Woran liegt das?

Das liegt im Wesentlichen daran, das ich mich schon seid letztem Jahr mit diversen Bräuchen und Festen beschäftige. Das war ursprünglich garnicht meine Absicht. Ich wurde sozusagen drauf gestoßen. Und so fing ich an zu forschen – allen voran in der Bibel. Ich bemühte das Internet, erkundigte mich bei Bekannten und in Gemeinden. Gewissenhaft hörte und las ich die unterschiedlichsten Meinungen zu den unterschiedlichsten Festen. Und so wurden Weihnachten, Ostern, Pfingsten…. und auch die vielen alttestamentarischen Feste  unter die Lupe genommen. Die Meinungen, mit denen ich konfrontiert wurde, konnten nicht unterschiedlicher sein. Sie reichten von einem langezogenen „Egaaaaaal“ bis hin zum Wedeln des mahnenden Zeigefingers vor meiner Nase. Diese Differenzen machten auch nicht bei der bei der Auslegung von Bibelversen halt.  Bisher erkenne ich wie im 1 Korinther 13 Vers 9 steht “stückweise”.

“Prüft aber alles, das Gute haltet fest! Von aller Art des Bösen haltet euch fern!”

werden wir im 1. Thessalionicher 5, Vers 21 und 22 aufgefordert.

Nur, was aber von dieser Informationsflut ist “das Gute” und was “das Böse”?

(K)ein Weihnachtspost - Ist das Alte Testament wirklich "alt"?
(K)ein Weihnachtspost – Ist das Alte Testament wirklich “alt”?

Mit welchen Festen, Bräuchen, Dekorationen, Werten usw. lobe und ehre ich Jesus?

Welche lenken, wenn ich ehrlich bin, von ihm ab?

Welche sind – ja wir hören das alle nicht gerne – regelrecht kontraproduktiv und – Achtung „altmodisches“ Wort – heidnischen Ursprungs?

Welche Dekorationen mache ich regelrecht zu meinem Götzen?

Um was geht es mir tatsächlich, wenn ich behaupte, das ich Jesus liebe und ihm nachfolgen möchte?

Autsch, wer will sich schon mit so etwas auseinander setzen? Ich wollte das bestimmt nicht. Ich liebe Traditionen und bin von Haus aus ein „Gewohnheitstier“. Schließlich habe ich das ja immer schon so gemacht! Mittlerweile möchte ich bestimmte Dinge nicht mehr länger so tun „wie ich das ja immer schon gemacht habe“! Nicht zuletzt weil es eben nicht irgend ein Blogger oder sonst wer war, der mich aufforderte, lieb gewordene Traditionen in meinem Leben zu hinterfragen. Mit liebevoller Art, viel Geduld und ruhiger Weisheit wurde und werde ich von Jesus drauf gestoßen.

Worum geht es dir, Sandra? Willst du mir wirklich nachfolgen oder nur deine Gemütlichkeit behalten? Im 1. Thessalonicher 5, Vers 20 steht

“Weissagungen verachtet nicht!”

Nach und nach legte und lege ich wörtlich und sprichwörtlich sämtliche Bräuche und die damit zusammenhängenden Dekorationen Jesus vor die Füße. Wir schauten schon mal drüber, und ich konnte erste „Ent – scheidungen“ treffen – Dinge und Bräuche, von denen ich mich scheiden möchte. Traditionen, Dinge, Werte und Bräuche, die es für mich wert waren und sind, geprüft zu werden. Ich möchte niemanden etwas überstülpen und damit dann auch zu den Menschen gehören, die mit dem Zeigefinger vor anderer Leute Nasen wedeln.

Ich schaue auf meinen wörtlichen und sprichwörtlichen Haufen der Dinge, die mir bis dato wichtig waren. In mir tummeln sich die unterschiedlichsten Gefühle. So fühle ich mich unbehaglich, denn ich erkenne, das manche der Werte und Dekorationen für mich wie ein Art „Tanz ums goldene Kalb“ waren. In mir macht sich gleichwohl eine große Erleichterung breit. Das „Weglassen“ schafft Entschleunigung und ein Konzentrieren auf das, was meines Erachtens Wesentlich ist. Ich habe mehr unverplante Zeiten – und das ist sehr wertvoll.

(K)ein Weihnachtspost - Jesus täglich ehren, feiern, erleben
(K)ein Weihnachtspost – Jesus täglich ehren, feiern, erleben

Was bleibt denn jetzt? Was bedeutet es denn Jesus nachzufolgen?

In Markus 12, Verse 30 und 31 verrät es uns Jesus:

“und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft.”…”Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!”

Genau dieser Auftrag  und diese Lebenseinstellung zieht sich durch die ganze Bibel. Da brauche ich nicht lange zu suchen und zu blättern. Da ich eingangs Verse aus dem 1. Thessalonicher 5 zitierte, blättern wir doch einfach da noch ein paar Verse vor – und werden fündig.

Vers 12 Haltet Frieden untereinander

Vers 14 Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen alle!

Vers 16 Freut euch allezeit!

Vers 17 Betet unablässig!

Vers 18 Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

Zusammengefasst: Liebe Gott und den Nächsten wie dich selbst!

Hierin liegt alles Verborgen! Und das gilt für jeden einzelnen Tag!

Und so frage ich mich, was mir wichtig ist? Ist es mir wichtig, Jesus an jedem einzelnen Tag zu ehren, zu feiern, zu erleben? Oder geht es mir nicht doch viel zu oft um ein gutes Gefühl und einer dazu passenden Dekoration an bestimmten Tagen im Jahresverlauf?

 

♥-lichst Sandra

 

 

Ein Gedanke zu „(K)ein Weihnachtspost

  1. Liebe Sandra,
    ein inspirierender Beitrag zu einem Thema welches mich sehr beschäftigt!

    Ich muss gestehen in den letzen 2 Wochen meldete sich mein schlechtes Gewissen und rügte dabei mit dem Finger: “Du hast ja noch gar nicht mit dem Dekorieren und Backen angefangen!”

    Es ist tatsächlich so, dass wir ganz wuselig gemacht werden. Anstatt sich etwas Erholung zu gönnen, am Abend mal eine Tasse Tee genießen… ohne das Zuhause auf den Kopf zu stellen, mit Lichterketten abhängen und einem Mann mit Bart und roter Mütze.

    Worum es an Weihnachten genau geht, wird schnell vergessen.

    Mein schlechtes Gewissen wird jetzt ausquartiert.

    Liebe Grüße
    Christina

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