Ich mach mir nichts aus Muttertag…

Ich mach mir nichts aus Muttertag…

Wir schreiben das Jahr 2005, meine Kinder waren noch recht klein.  Anlässlich des Muttertagsgottesdienstes sollte ich mir etwas einfallen lassen.

Was bedeutet mir Muttertag?

Ach jeh, da waren sie ja bei mir an der total falschen Adresse. Aber lest selbst, was ich damals schrieb:

Muttertag – der Tag der wilden Erwartungen und großer Enttäuschungen vieler Frauen. Schon vorneweg gesagt: Ich gehöre nicht zu der Spezies Frauen – ich nicht! Bei uns fing der Morgen eigentlich wie immer an. Unser biologischer Wecker quäkte um 6.30 Uhr und verlangte nach seinem Fläschchen . Eine Weile stellte ich mich taub, beharrte auf das Recht heute mal liegen bleiben zu können. Nein – nicht weil Muttertag ist – nur mal eben so! Aber es half nichts. Das ebenso energische wie langgezogene Maaaaaaamaaaaaa, aus dem Kinderzimmer ließ keine Fragen offen. Mein Typ wurde verlangt. Ich schaute leicht genervt nach links zu meinem mir anvertrauten Langschläfer. Der bekam offensichtlich nichts mit. Nun gut! Eigentlich mache ich mir ja auch sowieso nichts aus dem Muttertags-Tam-Tam. Dann kann ich ja mal eben geschwind die Milch erwärmen. Ich schlurfte also in die Küche, erwärmte das Fläschchen und unser Jüngster war zufrieden. Satt und zufrieden machte er im Anschluss unser Bett einschließlich der Insassen unsicher. Das machte den müdesten aller Ehemänner dann auch munter. Mit den bewegenden Worten: “Ich geh dann mal duschen!”, verließ ich das Bettenchaos und verkroch mich ins Bad. Das Bad eignete sich auch heute wieder als hervorragender Gesprächsort mit Gott. Einen Gesprächsort, den ich heute Morgen ja eigentlich nicht gebraucht hätte. Denn erwähnte ich es schon? Ich mach mir ja eh nichts aus Muttertagen. Aber der Form halber sagte ich es ihm dann doch. Ein klitzekleines, mikroskopisch winziges bisschen war ich doch enttäuscht, das mein Mann heute morgen keine Milch warm machte und die Großen nicht in der Küche rumorten und …na ja, ich konnte mich dann doch nicht bremsen. Und Gott hörte zu. Das war und ist doch immer wieder etwas Feines. Während ich im Bad Körper und Geist säuberte *grins*, weckte mein mir anvertrauter Muttertagskoordinator die großen Kinder und in Windeseile wurde der Tisch gedeckt. Vier fröhliche Gesichter, nebst liebevoll dekoriertem Tisch, erwarteten mich in der Küche.

Die Großen überreichten mir feierlich ihre kunstvoll gebastelten Sachen und mühevoll verfassen Briefchen, die später noch zu den vielen anderen an die Küchentüre gehangen wurden.

 

Muttertagsgeschenke
Muttertagsgeschenke

Ich durfte mich setzen und wurde bedient. Mama möchtest du dies, möchtest du das…?

Muttertag eben – aber wie gesagt, ich mach mir nichts aus diesem Tag

2 Gedanken zu „Ich mach mir nichts aus Muttertag…

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